Eine Berührung auf der Ebene des Seins.
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Hinter den Kulissen...
Eine Geschichte, die nicht geplant war
Die Keya-Quadrologie begann nicht mit einem fertigen Konzept. Sie begann mit einem Leben, vielen Fragen, persönlichen Erfahrungen, inneren Prozessen und dem Mut, immer wieder nach innen zu schauen.
Was zunächst als Buch über meine eigene Geschichte gedacht war, entwickelte sich Schritt für Schritt zu einer Reise durch verschiedene Generationen, vom Kind über die Gefühle und die Eltern bis hin zu meiner eigenen Geschichte als SHIKTAVI.
Diese Entstehungsgeschichte erzählt, wie aus all diesen Fundstücken vier Bücher wurden.
Eine Reise, die nicht perfekt geplant war.
Aber echt.
Original Ausgabe:
Die Entstehung der Keya-Quadrologie
Manchmal beginnt eine Geschichte nicht mit einem Plan.
Manchmal beginnt sie mit einem Kind, das zu viele Fragen stellt.
Schon früh wollte ich Dinge verstehen, die für andere vielleicht gar nicht so wichtig waren. Warum behandeln wir
Menschen so, wie wir sie behandeln? Warum sagen wir etwas anderes, als wir eigentlich fühlen? Und warum fällt es
uns oft leichter, einen anderen zu beurteilen, als uns selbst ehrlich anzusehen?
Ich wollte nicht einfach nur Antworten. Ich wollte verstehen, was hinter den Menschen liegt.
Vielleicht war es genau diese Art, die mir schon als Kind den Namen „Weltenretter“ einbrachte. Nicht, weil ich die Welt
tatsächlich retten konnte, sondern weil ich immer wieder versuchte, zwischen Menschen etwas zu verbinden, das
auseinanderzufallen drohte.
Ich bemerkte früh, wie viel unausgesprochen blieb. Wut, Angst, Traurigkeit, Scham, aber auch Liebe und der Wunsch
nach Nähe. Dinge, die jeder kennt und die doch so schwer auszusprechen sind.
Viele Jahre später begegneten mir diese Themen wieder – diesmal nicht mehr als Fragen eines Kindes, sondern als
Erfahrungen meines eigenen Lebens. Ich begann zu verstehen, dass wir Menschen vieles weitergeben, ohne es bewusst
zu wollen. Verletzungen, Ängste, aber auch Liebe, Stärke und die Möglichkeit, etwas anders zu machen.
Aus diesem Verständnis entstand irgendwann ein Gedanke:
Was wäre, wenn man Kindern schon früh etwas mitgibt, das ihnen hilft, sich selbst und ihre Gefühle besser zu
verstehen?
Nicht als Lehrbuch. Nicht mit erhobenem Zeigefinger. Und auch nicht mit fertigen Antworten.
Sondern als Geschichte.
Eine Geschichte, in der ein Kind entdecken darf, was in ihm steckt – und in der Erwachsene vielleicht erkennen, dass
auch in ihnen noch vieles darauf wartet, gesehen zu werden.
Damals wusste ich noch nicht, dass daraus einmal vier Bücher entstehen würden.
Ich wusste nur, dass da etwas war, das erzählt werden wollte.
Und irgendwann bekam dieses Etwas einen Namen:
Keya.
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Der Name Keya entstand nicht aus einem Gedanken, den ich eines Tages bewusst gefasst hatte.
Davor lag etwas anderes.
Als ich den Verlust meines dritten Kindes erfahren hatte, zerfiel in mir mehr, als mir damals bewusst war. Ich fiel
innerlich sehr tief. Meine Frau konnte über diesen Verlust nie sprechen. Für mich aber wurde das Schweigen
irgendwann schwerer als der Verlust selbst.
Ich fand keinen Abschluss.
Und vielleicht wollte ich ihn auch gar nicht finden.
Ich wollte mein Kind nicht einfach zurücklassen und weitermachen, als wäre nichts geschehen. Ich wollte es bei mir
tragen. So sehr, dass ich die Urne meines Kindes als Halskette trug.
Ich hielt fest.
Doch irgendwann wurde aus dem Festhalten ein Druck, der immer größer wurde. Ich suchte nicht wieder den Weg
zurück in den Konsum, sondern begann nach einem anderen Weg zu suchen – nach einem Weg, mich auszudrücken.
Damit begann ein Prozess, dessen Ende ich selbst nicht kannte.
Etwas in mir wollte sich nicht länger zerstören. Es wollte aus diesem Verlust etwas Tragbares machen.
Ich wusste nicht, wie das funktionieren sollte. Also begann ich zu schreiben.
Zuerst entstand die „Spirale des Lebens“. Danach folgte ein weiteres Buch, das aus einem noch stärkeren inneren Druck
heraus entstand und dessen Geschichte später ihren Platz in meinen Büchern finden sollte.
Dann zerbrach einige Monate später meine Ehe.
Wieder begann eine Zeit voller innerer Kämpfe. Schließlich landete ich in Frankfurt. Auch dort warteten Prozesse auf
mich. Einer davon war das, was ich später mein „Menschliches Energetisches Chaos“ nennen sollte.
Ich musste durch vieles hindurch, bevor langsam wieder Kraft in mich zurückkehrte.
Und irgendwann begann ich wieder zu schreiben.
Doch diesmal wollte ich nicht mehr nur etwas schreiben.
Ich wollte über mich schreiben.
Ich wollte meine eigene Geschichte lesen.
Noch wusste ich nicht, wohin mich dieser Wunsch führen würde. Ich wusste nur, dass etwas in mir begonnen hatte, sich
seine eigene Geschichte zurückzuholen.
Und genau bevor dieses Herzensprojekt begann, entzündete sich noch etwas anderes in mir.
Ein weiterer Prozess.
Mein drittes Sternenkind - Kartikeya Kemal.
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Es wurde schwieriger, mich auf das Schreiben zu konzentrieren.
Immer häufiger kamen Bilder meines ungeborenen Kindes in mir auf. Anfangs nahm ich diese Gefühle einfach hin. Sie
waren da, also waren sie da. Doch irgendwann bemerkte ich, dass genau darin etwas lag, das mich blockierte.
Ich nahm es zwar wahr, aber ich beachtete es nicht wirklich.
Als mir das bewusst wurde, setzte ich mich hin und begann einfach zu spüren.
Es kamen viele Emotionen. Sehr viele. Gefühle, die ich lange getragen hatte und die nun ihren Weg nach draußen
suchten. Doch diesmal lief ich nicht davor weg. Ich blieb.
Ich nahm sie nicht mehr nur hin.
Ich begann, sie anzunehmen.
Ich ließ sie zu.
Und je mehr ich zuließ, desto leichter wurde es. Freier. Fast wortwörtlich schön. Etwas in mir begann sich zu lichten.
Dann sah ich die Silhouette eines Kindes.
Lange schwarze Haare.
Ich verweilte einfach dort. Ich wollte nichts erkennen, nichts erzwingen und nichts tun. Ich war einfach da.
Irgendwann kam die Silhouette näher.
Und sie sagte:
„Ich möchte nach Hause.“
Ob ich es tatsächlich gehört hatte, weiß ich bis heute nicht. Doch ich weiß, was es mir gesagt hat.
Zwei Tage später verspürte ich den starken Wunsch, die kleine Anhängerurne meiner Frau zurückzuschicken.
Damit es ganz sein konnte.
Denn wo sollte ein Kind besser aufgehoben sein als bei seiner Mama?
Nachdem ich diese Entscheidung getroffen hatte, brauchte ich noch einmal zwei Tage, um sie wirklich zu begreifen.
Dann begann etwas in mir zu fließen.
Und ich begann zu schreiben.
Ich wusste noch immer nicht, wohin dieser Weg führen würde. Ich hatte keinen Plan und keine fertige Geschichte.
Aber ich hatte einen Weg gewählt.
Und diesmal begann ich, über mich selbst zu schreiben.
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Ich begann ohne Plan.
Ich schrieb einfach darauf los.
Mit der Zeit bekam das Geschriebene immer mehr Leben und Form. Und trotzdem stockte es immer wieder. Nicht, weil
mir nichts mehr einfiel, sondern weil die Botschaft selbst begann, sich zu verändern.
Je weiter ich mit meinem eigenen Buch kam, desto schwieriger wurde es, alles in eine einzige Geschichte zu packen.
Manchmal begegnete ich mir als Kind. Dann wieder als Jugendlicher. An anderer Stelle als Vater.
Und irgendwann wurde mir klar:
Das hier war keine Geschichte mehr.
Es war eine Reise.
In dieser Zeit dachte ich viel an meine Kinder. An die verschiedenen Zeiten, an das Schöne und an das Schwierige, an
das, was Kinder erleben und was sie manchmal mit sich tragen, ohne dass wir Erwachsenen es wirklich bemerken.
Dann begegnete mir wieder Kartikeya Kemal.
Ich sah, dass da bereits ein Name und ein Platz in zwei Herzen waren.
Doch in mir entstand der Wunsch, dieses Kind nicht nur als Erinnerung zu tragen.
Ich wollte es zum Leben erwecken.
Fast zur gleichen Zeit durchlief meine dritte Tochter eine schwierige Phase. Vor ihr lagen wichtige Prüfungen – in der
Schule, im Sport und auch ganz persönlich. Sie litt darunter und machte es sich selbst schwer.
Wir führten lange Gespräche. Wir gingen gemeinsam durch diese Zeit.
Nach ihren Prüfungen rief sie mich an.
„Papa. Ich habe es geschafft.“
Sie hatte alle Prüfungen bestanden. Doch eigentlich erzählte sie mir von etwas anderem. Sie hatte sich ihren Gefühlen
gestellt und sagte, sie fühle sich stärker und erwachsener als je zuvor.
Dieser Moment berührte etwas in mir.
Ich schrieb weiter und erinnerte mich immer wieder daran, wie meine Tochter aufgewachsen war. Ich dachte darüber
nach, wie Kinder wirklich sind. Was sie fühlen. Was sie brauchen. Und was wir Erwachsenen ihnen manchmal geben –
und was ihnen vielleicht viel wichtiger wäre.
So entstand Keya.
Der Name trug etwas von meiner Tochter in sich, ebenso wie die Figur.
Doch Keya sollte nie einfach nur meine Tochter sein.
Sie sollte Raum für etwas Größeres bekommen.
Während ich Band 2 schrieb, kam eine weitere Frage immer stärker in mir auf:
Wie können Kinder dabei unterstützt werden, sich selbst und ihre Gefühle wirklich zu spüren?
Ich erinnerte mich daran, was ich mir als Kind selbst am meisten gewünscht hatte.
Eine feste Bezugsperson.
Und natürlich waren es für mich Mama und Papa.
Ob diese beiden zusammen oder getrennt leben, war dabei gar nicht entscheidend.
Entscheidend war, dass sie da waren.
Schon als Kind empfand ich es auf eine Weise, die ich damals natürlich noch nicht benennen konnte:
Papa als Hülle und Mama als Leben.
Mit diesem Gedanken kamen auch Shiva und Shakti immer wieder in meine Gedanken.
Gegensätze.
Und gleichzeitig eine Verbindung.
Ich begann mich zu fragen, was es eigentlich bedeutet, Verantwortung für ein Kind zu tragen.
Nicht nur dafür zu sorgen, dass es versorgt ist, zur Schule geht und der Alltag funktioniert.
Sondern wirklich Verantwortung zu übernehmen.
Für das Mitfühlen.
Dafür, wahrzunehmen, was ein Kind wirklich braucht.
So begann Band 4 zu entstehen.
Nicht perfekt.
Aber echt.
Und mit echt meine ich vor allem eines:
Da zu sein.
Wie in den anderen Büchern sollte auch hier kein „richtig“ oder „falsch“ entstehen. Kein einfaches Gut oder Schlecht.
Es gibt mehr.
Als ich schließlich das Ende des dritten Bandes schrieb, traf mich eine Erkenntnis:
Meine Geschichte war bereits geschrieben.
Ich betrachtete die einzelnen Bände und fragte mich, was ich nun damit machen sollte. Sie hatten bereits Leben.
Doch die Hülle fehlte noch.
Die ersten drei Bände trugen ihre eigenen Namen.
Und dann war da Band 4.
Also begann ich, ihn zu strukturieren.
Es wurde schwerer als alles zuvor.
Ich begann immer tiefer in meine Vergangenheit zurückzukehren. Und um es kurz zu machen:
Ich begann dieses Buch tatsächlich viermal neu.
Immer wieder von vorn.
Doch mit jedem neuen Anfang kamen weitere Erinnerungen.
Weitere Gefühle. Erlebnisse.
Kleine Prozesse, die offenbar noch gefühlt werden wollten.
Manchmal Schönes.
Manchmal Schweres.
Und manchmal beides gleichzeitig.
In dieser Zeit dachte ich immer häufiger an meine beiden Maine-Coon-Mischlinge. Sie waren Geschwister und ich hatte
ihnen die Namen Shiva und Shakti gegeben.
Je länger ich darüber nachdachte, desto deutlicher wurde für mich, dass auch darin eine Verbindung lag.
Immer wieder begegneten mir Gegensätze.
Und immer wieder suchte ich nach ihrer Mitte.
So begann ich, sie zusammenzuführen.
Shiva und Shakti.
Zwei Seiten.
Und dazwischen etwas, das beide miteinander verbindet.
Aus dieser Verbindung entstand schließlich ein Name:
SHIKTAVI.
Nicht als Name, den ich mir einfach selbst gegeben hatte.
Sondern als etwas, das entstanden war.
SHIKTAVI wurde für mich zu einem Ausdruck für das, was zwischen den Gegensätzen liegt.
Für das Ganze.
Für das eigene Sein.
Und vielleicht war genau das die Verbindung, nach der ich die ganze Zeit gesucht hatte.
Denn die Quadrologie sollte nie nur meine Geschichte erzählen.
Sie ist meinen Kindern gewidmet.
Aber ebenso allen Menschen.
Mein größter äußerer Erfolg wäre es, möglichst viele Bücher zu verkaufen.
Doch das ist nicht mein eigentlicher Herzenswunsch.
Mein Herzenswunsch ist, dass Menschen wieder mehr zu sich selbst finden.
Wenn diese Bücher einem Menschen helfen, sich selbst ein Stück bewusster zu begegnen,
eine neue Möglichkeit zu sehen oder etwas in sich zu entdecken, das bisher keinen Raum hatte,
dann beginnt für mich das eigentliche Ziel dieser Reise.
Die Quadrologie ist dafür nur eine Plattform.
Was daraus entsteht, gehört jedem selbst.
Denn am Ende geht es nicht um Keya.
Nicht um SHIKTAVI.
Sondern um das, was jeder Mensch in sich selbst entdecken kann:
seinem eigenen Sein, bewusst werden.
In Liebe und Dankbarkeit
Ferdinando Polinaro
Ein persönlicher Gedanke zur Entstehung:
Bei dieser Reise hat mich auch künstliche Intelligenz begleitet.
Ich nutze sie als Werkzeug und Assistenten, um meine Gedanken zu ordnen,
Worte zu finden und manchmal Dinge aus einer anderen Perspektive zu betrachten.
Doch die Erfahrungen, Gefühle, Werte und Ideen, die hinter dieser Quadrologie stehen, sind meine eigenen.
Die KI gibt ihnen keine Wahrheit, sie hilft mir lediglich, meine Wahrheit in Worte zu fassen.
Nicht perfekt.
Aber echt.
P.s. Freue mich wenn du auch dich, auf die Reise begibst. Wenn nicht auch gut.
Doch, falls doch: Wünsche ich dir eine schöne Reise und viel Spaß.!
- Sei du Selbst dein Schöpfer, denn nur du Sebst bist der Schöpfer deiner Selbst -
- Ferdinando Polinaro -
